Energie - Kommunikation - Media

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Von Nacht auf Tag: Energie nutzen, wenn sie verfügbar ist

Der Energiemarkt befindet sich im Wandel. Getrieben durch die Energiewende, geopolitische Krisen und die steigende Marktvolatilität stehen Energieversorger vor grossen Herausforderungen.

An sonnigen Tagen wird oft mehr Strom produziert, als im Versorgungsgebiet gleichzeitig benötigt wird. Die Speicherkapazitäten sind jedoch noch begrenzt. Überschüssige Energie muss zu Marktpreisen verkauft werden – zu Spitzenzeiten können diese sogar negativ sein. Die starken Schwankungen der Solarstromproduktion erfordern zudem kostenintensive Massnahmen zur Netzstabilisierung.

Auch Ihre Rolle als Endverbraucher verändert sich grundlegend: Sie werden vom passiven Konsumenten zum aktiven Akteur! Durch bewusstes Handeln können Sie das Energienetz entlasten, die Systemkosten stabilisieren und langfristig Geld sparen.

Nutzungsverhalten anpassen

Grosse Stromverbraucher wie Waschmaschinen, Tumbler und Elektroboiler oder nach Möglichkeit das Laden von Elektroautos – sollten möglichst auf die sonnenreichen Stunden zwischen 10:00 und 16:00 Uhr verlegt werden. Eine zeitversetzte Nutzung reduziert zudem die Spitzenleistungen und entlastet das Netz.

Boiler auf Tagesstrom umstellen

Viele Warmwasserboiler sind noch auf automatische Nachtaufheizung eingestellt. Die Zeiten günstigen Nachtstroms, als konventionelle Kraftwerke die Grundlast deckten, sind vorbei. Der neue Einheitstarif bedeutet, dass die Energie ab 2026 tagsüber und nachts gleich viel kosten wird. In der Regel lässt sich der Boiler über einen Schalter auf Tagesmodus umstellen. So nutzen Sie an sonnigen Tagen lokal erzeugten Solarstrom – nachhaltig und netzdienlich.

Eigenverbrauch priorisieren

In unserem Versorgungsgebiet gibt es zahlreiche Photovoltaik-Anlagen. Ein hoher Eigenverbrauch ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern unterstützt auch die optimale Nutzung erneuerbarer Energie. Durch bewusste Steuerung Ihrer Geräte und Nutzung von Batteriespeichern lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen. Rückliefertarife geraten angesichts der Entwicklung zunehmend unter Druck.

E-Mobilität netzdienlich gestalten

Mit steigender Zahl von Elektroautos kann das Stromnetz stark belastet oder aktiv stabilisiert werden. Laden Sie Ihr Fahrzeug nach Möglichkeit zeitlich, leistungsmässig und intelligent gesteuert. Besonders kritisch sind die Abendstunden zwischen 17:00 und 21:00 Uhr, wenn Haushaltsverbrauch und ungesteuertes Laden zusammenfallen. Demgegenüber gibt es mittags, insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung, oft grosse Stromüberschüsse aus Photovoltaik. Reduzieren Sie die Ladeleistung, wenn eine schnelle Vollladung nicht zwingend nötig ist.

Seit über 100 Jahren setzt sich die Elektra Hergiswil-Dorf für eine stabile und attraktive Energieversorgung ein. Herzlichen Dank, dass Sie mit Ihrem Verhalten aktiv zu einem sicheren und nachhaltigen Stromnetz beitragen.